Stadtführung plus Museumsführung oder Semperoperführung


Kombinieren Sie den Altstadtrundgang oder auch die Rundfahrt mit einer Führung durch eines der erstklassigen Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden! Dank der Auslagerungsmaßnahmen während des Zweiten Weltkrieges blieben die Kunstschätze zum Glück erhalten, und glückliche Umstände waren es auch, die dazu führten, dass die bei Kriegsende als Beutekunst nach Russland transportierten Werke in den 50er Jahren nach Dresden zurückkehrten, so dass sie heute wieder dort bewundert werden können, wo sie einst mit Kunstsinn, Leidenschaft und Aufwand zusammengetragen wurden. Ob Sie sich für die Gemäldegalerie Alte Meister im Semperbau des Zwingers entscheiden, für die ebenfalls im Zwinger beheimatete Porzellansammlung (beides montags geschlossen) oder für das Residenzschloss (dienstags geschlossen) mit dem Neuen Grünen Gewölbe oder der erst 2010 neu eröffneten Türckischen Cammer, hängt vor allem von Ihren Vorlieben ab. Unter www.skd-dresden.deerfahren Sie alles über Eintrittspreise, Öffnungszeiten usw.

Dauer: 3 h, max. 25 Personen                                                                                     

Gemäldegalerie Alte Meister

Was die sächsischen Kurfürsten an Meisterwerken europäischer Malerei zusammengetragen haben, gehört heute zu den wertvollsten Gemäldesammlungen der Welt. Besonders August III. im 18. Jh. war es, der die Bilder liebte und kostspielige Ankäufe tätigen ließ.  Seiner Hartnäckigkeit und Leidenschaft verdanken wir auch, dass Raffaels berühmte Sixtinische Madonna nach Dresden kam – so mancher Besucher ist überrascht, auf diesem Gemälde zwei alte Bekannte zu entdecken! Freilich ist die Sammlung so umfangreich, dass die Führung sich auf einige Hauptwerke beschränken muss, doch werden diese so gewählt, dass sich ein Querschnitt der für die Dresdner Galerie typischen Werke der italienischen Renaissance und der flämischen und holländischen Barockmalerei  ergibt. Werke von Tizian, Veronese, Rubens, Rembrandt und Vermeer fehlen ebenso wenig wie die Dresden-Ansichten des Canaletto genannten Malers Bernardo Bellotto, der uns das Augustäische Dresden bildhaft vor Augen führt.


Porzellansammlung

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Neben den Frauen liebte August der Starke das Porzellan. Wenn auch sein Traum vom Porzellanschloss an der Elbe unerfüllt blieb, so wäre er doch wohl zufrieden, wie sein „weißes Gold“ heute im Zwinger präsentiert wird, besonders seit die Ostasiengalerie neu gestaltet und die von ihm für immense Geldsummen erworbenen japanischen und chinesischen Porzellane viel besser zur Wirkung kommen. Doch wie kam es, dass man ausgerechnet in Dresden endlich dem Geheimnis der Porzellanherstellung auf die Spur kam, und warum gründete man Europas erste Porzellanmanufaktur gerade in Meißen? Einmalige originale Meißner Stücke aus der Anfangszeit der Manufaktur zeugen von der Genialität ihrer Erzeuger ebenso wie von den seinerzeit enormen technologischen Herausforderungen. Doch auch scheinbar ganz banalen Fragen wird bei dieser Führung nachgegangen, etwa warum die gekreuzten Schwerter gerade blau sind, wo und ob überhaupt sich denn die Zwiebel im Zwiebelmuster findet und was Fledermäuse auf dem Tellerrand zu suchen haben. Lassen Sie sich überraschen!


Grünes Gewölbe

Atemberaubend! Unglaublich! Fantastisch! So oder ähnlich äußern sich die meisten Besucher nach dem Besuch des Schatzkammermuseums „Grünes Gewölbe“. Keine Frage, auch Sie sollten sich dieses Highlight nicht entgehen lassen!

Nach jahrzehntelangen Provisorien ist das Grüne Gewölbe im Rahmen des Wiederaufbaus des Residenzschlosses wieder an seinen originalen Standort im Westflügel des Schlosses zurückgekehrt. Um allerdings heutigen Besucherzahlen gerecht zu werden, hat man die Ausstellungsfläche quasi verdoppelt und die Schätze auf zwei übereinander liegende Etagen verteilt. Dadurch sind zwei sehr unterschiedliche Museen entstanden, die eintritts- und führungstechnisch vollkommen getrennt voneinander behandelt werden:

Das Historische Grüne Gewölbe in den akribisch restaurierten Originalräumen im Erdgeschoss, in denen August der Starke seinerzeit die Schätze in typisch barocker Manier geradezu inszenierte und  die Besucher mit Prunk zu beeindrucken wusste, und das

Neue Grüne Gewölbe, das in modern gestalteten Räumen im 1. Obergeschoss die schönsten und aufwändigsten Stücke dieser Sammlung vereinigt.

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Tipp: Historisches Grünes Gewölbe

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Aus konservatorischen Gründen ist der Zugang zu Räumen den Räumen des Historischen Grünen Gewölbes  begrenzt, so dass eine sehr langfristige Reservierung der jeweils auf eine bestimmte Uhrzeit ausgestellten Tickets unbedingt anzuraten ist. Von der Homepage der Kunstsammlungen www.skd-dresden.de gelangen Sie zur Online-Buchung. Ca. 200 - 300 Karten pro Tag werden nicht im Vorverkauf ausgegeben, sondern erst am Besuchstag ab 10 Uhr morgens verkauft, was in den Hochsaisonmonaten zu allmorgendlichen langen Warteschlangen an den Kassen führt. Im historischen Grünen Gewölbe werden in der Regel keine Gruppenführungen durchgeführt, sondern die Besucher werden mit einem Audioguide ausgestattet, der im Eintrittspreis inbegriffen ist.

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Im Neuen Grünen Gewölbe finden Gruppenführungen statt. Hier können Sie auf Zeitreise gehen und sich zunächst beim Anblick der Kunstkammerstücke aus dem 16. Jh. in das Lebensgefühl der Renaissance zurückversetzen, als es eine gewaltige Leistung darstellte, etwa die Zeit exakt zu messen oder mechanisch Musik zu erzeugen, als die Seefahrer aus fernen Ländern seltsame Dinge wie Kokosnüsse, Seeschnecken und Korallen mitbrachten, was wiederum die Kunsthandwerker zur Herstellung bizarrer Gefäße anregte. Staunen Sie über das Geschick jenes unbekannten Meisters, der mehr als 100 Gesichter in einen simplen Kirschkern schnitzte, bewundern Sie die unglaublich dünnen geblähten Segel der  Elfenbeinfregatte und amüsieren Sie sich über die Tafelsitten vergangener Zeiten, von denen Gießgarnituren und Trinkspiele zeugen. Doch das alles wird noch in den Schatten gestellt von den Kabinettstücken, die für August den Starken angefertigt wurden, das Goldene Kaffeezeug etwa oder der Hofstaat zu Delhi en miniature ganz aus Gold, Email und Edelsteinen – man kann es mit Worten nicht beschreiben, man muss es gesehen haben.

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Doch man sieht nur, was man weiß, deshalb ist eine Führung gerade bei dieser Ausstellung ausgesprochen sinnvoll – sie wird hier übrigens in der Regel mit einem modernen Führungssystem durchgeführt, bei der Sie meine durch Mikrophon verstärkte Stimme durch einen kleinen Empfänger über Kopfhörer wahrnehmen. Das trägt sehr zu einer ruhigen, entspannten Atmosphäre in diesem viel besuchten Museum bei.


Türckische Cammer

Zum großen Teil seit fast 70 Jahren erstmals wieder ausgestellt sind seit März 2010 die Bestände der sogenannten Türckischen Cammer, für die drei Säle im Residenzschloss ausgebaut und in geheimnisvolles Licht getaucht wurden, durch das die edelsteinverzierten Prunkwaffen und osmanischen  Reitzeuge auf  naturgetreu nachgebildeten edlen Pferden, aber auch die kostbaren und aufwändig restaurierten Originaltextilien wie das 20 m lange Tafelzelt mit seinen Blumenornamenten aus Atlasseide und vergoldetem Leder wirkungsvoll in Szene gesetzt werden.  Lassen Sie sich bei einer Führung durch diese  spektakuläre Ausstellung erzählen, wie die sächsischen Kurfürsten in den Besitz dieser exotischen Gegenstände kamen, wozu sie verwendet wurden und was die Dresdner Sammlung so besonders macht.

Stadtführung und Führung durch die Semperoper

Sie wollten schon immer mal wissen, ob die Semperoper wirklich so prächtig aussieht, wie man sie aus der Fernsehwerbung für Radeberger Bier kennt? Dann lassen Sie sich durch die Foyers und Vestibüle führen und nehmen Sie schließlich Platz in den weichen Sitzen des Zuschauerraums, wo  die ganze Pracht dieses wunderschönen Theaters kulminiert.  Wandeln Sie  im Zeitraffer durch 400 Jahre Dresdner Musikgeschichte, denn schließlich ist die Semperoper bei weitem nicht das erste Theater am „klingenden Platz Europas“.  Und lassen Sie sich erzählen, warum der Wiederaufbau des Hauses – wohlgemerkt zu tiefsten DDR-Zeiten – so schwierig war und doch so gut gelungen ist.

Dauer: 2 ½ bis 3 h                                                                                               Honorar: 90 € inkl. Ust. zzgl. Eintritt

Führungen durch die Semperoper werden fast täglich zu wechselnden Zeiten angeboten, die durch Veranstaltungen, Proben, Bühnenbauarbeiten und ähnliches bedingt sind und auch nicht länger als ca. 2 - 3 Monate im Voraus feststehen. Unter www.semperoper-erleben.dekönnen Sie sich vorab über die Termine und Eintrittspreise informieren.